Kunsttherapie bei Trauer und Verlust – wenn Worte fehlen
Trauer lässt sich nicht wegreden. Nach dem Verlust eines geliebten Menschen fehlen oft die Worte – und genau dann kann ein Bild ein Weg sein, wo Sprache an ihre Grenze kommt.
Warum Trauer manchmal keine Worte findet
Trauer
von Gwen Flowers
„Ich hatte meine eigene Vorstellung von Trauer.
Ich dachte, es sei eine kummervolle Zeit
die auf den Tod eines geliebten Menschen folgt.
Und dass man sie durchstehen muss
um auf die andere Seite zu gelangen.
Aber ich lerne gerade, dass es keine andere Seite gibt.
Es gibt kein Durchzwängen.
Sondern, gibt es eine Absorption.
Anpassung.
Akzeptanz.
Und Trauer ist nichts, was man abschließen kann.
Sondern man erträgt sie.
Trauer ist keine Aufgabe, die man beenden kann,
um weiterzugehen,
sondern ein Element deiner selbst –
eine Veränderung deines Wesens.
Eine neue Art zu sehen,
eine neue Definition des Selbst.“
Viele Menschen erleben, dass Reden allein nicht ausreicht –
weil das, was sie fühlen, tiefer sitzt als Sprache.
Wie Maltherapie bei Trauer ansetzt
In der Lösungsorientierten Maltherapie LOM® geht es nicht darum, den Verlust „schön zu malen“ oder zu überwinden.
Es geht darum, dem Erlebten, in mir, einen Raum zu geben:
- Die Situation sichtbar machen: Anerkennen, wie es ist. Stufe für Stufe den Abschied und den Neuanfang in das Leben zu intrigieren.
- Metaphern für das Unsagbare: Gefühle, für die es kein direktes Bild gibt, werden über einfache, neutrale Motive bearbeitet.
- Ressourcen entdecken: Auch in der Trauer gibt es Halt – Erinnerungen, Verbindungen, innere Stärken. Diese werden gezielt gestärkt im Malen.
- Verankern, was trägt: Was im Malprozess an Kraft entsteht, lässt sich für den Alltag festigen.
Ihre Bilder werden dabei zu keinem Zeitpunkt gedeutet oder beurteilt. Sie müssen nicht malen können.
Wann professionelle Begleitung sinnvoll ist
Trauer ist ein natürlicher Prozess, kein Krankheitsbild. Es gibt aber Situationen, in denen Begleitung entlasten kann: wenn die Trauer festsitzt, wenn sie den Alltag über lange Zeit bestimmt, oder wenn ein Verlust mit einem Schock oder Trauma verbunden war.
Ein erster, behutsamer Schritt
Sie müssen nicht wissen, wie Sie anfangen sollen. Ein unverbindliches Erstgespräch in Marburg genügt, um zu spüren, ob dieser Weg für Sie stimmig ist. Hier Kontakt aufnehmen – oder mehr über die Methode und mögliche Anliegen lesen.