„Ich kann doch gar nicht malen.“ – Das ist der häufigste Satz, den ich im Erstgespräch höre. Die gute Nachricht: Für Lösungsorientiertes Malen (LOM®) braucht es kein Talent. Es braucht nur den Wunsch, dass sich etwas verändern darf.

Die Grundidee: Innere Bilder sind veränderbar

Unser Gehirn arbeitet zu einem großen Teil mit Bildern. Belastende Erlebnisse, Ängste oder festgefahrene Situationen sind oft als innere Bilder gespeichert – und genau dort setzt LOM® an. Statt über das Problem zu reden, wird es gemalt. Und dann wird malend verändert, was verändert werden soll.

LOM® wurde von Dr. phil. Bettina Egger und Jörg Merz entwickelt. Die Methode verzichtet bewusst auf jede Bilddeutung: Ihre Bilder werden weder interpretiert noch bewertet. Im Fokus steht nicht der künstlerische Ausdruck, sondern der Eindruck, den das fertige Bild bei Ihnen hinterlässt.

Wie eine Maleinheit abläuft

  1. Anliegen benennen: Gemeinsam klären wir, worum es gehen soll – ein Gefühl, eine Erinnerung, eine Situation.
  2. Das Bild malen: Langsam, mit einfachen Mitteln. Gesehene Bilder werden so gemalt, wie Sie sie erlebt haben. Für Gefühle ohne eigenes Bild werden einfache Metaphern verwendet.
  3. In Ordnung bringen: Störendes im Bild wird malend verändert – bis das Bild stimmig ist.
  4. Verankern: Das Neue wird gefestigt. Veränderung darf nachklingen.

Eine Einheit dauert 60 Minuten. Erfahrungsgemäß entstehen über den gesamten Prozess 4–6 Bilder, oft im monatlichen Turnus.

Für wen ist LOM® geeignet?

Typische Anliegen sind Ängste und innere Anspannung, belastende Erinnerungen, Trauer, Stress und Überforderung oder festgefahrene Entscheidungen. Eine Übersicht finden Sie auf der Seite Anliegen.

Wichtig: Maltherapie ersetzt keine notwendige medizinische oder psychotherapeutische Behandlung. Sie kann eine solche Behandlung aber sinnvoll ergänzen – in meiner Praxis arbeite ich bei Bedarf interdisziplinär mit Ärzten und Psychotherapeuten zusammen.

Gibt es Forschung dazu?

Ja. Dr. Viviane Sterzer untersuchte in ihrer Dissertation an der Universität Marburg das Outcome der LOM® bei 60 Patientinnen und Patienten mit starken, langandauernden Belastungen – mit vielen Anhaltspunkten für eine kurz- und langfristige Wirksamkeit. Mehr dazu auf der Seite Methode.

Der erste Schritt

Ein unverbindliches Erstgespräch in Marburg genügt, um herauszufinden, ob die Methode zu Ihnen passt. Hier Kontakt aufnehmen.